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SANATORIUM WINTERSTEIN

Biomechanische Stimulation

Die Biomechanische Stimulation BMS wird mit körperteilspezifischen Geräten für Kopf-, Schulter-, Rücken-, Hand- und Beinmuskulatur, unterstützt durch Schwingplatte Galileo und Schwingextensor Zeng Dong durchgeführt, die über variierende Vibrationsimpulse die Muskeln über verschiedene biomechanische Wege stimulieren. Die Förderung der Durchblutung und des Stoffwechsels gezielter Muskelgruppen führt zu verstärktem Wachstum, die Muskeln erstarken und tragen so zur verbesserten Beweglichkeit und zur Linderung von Schmerzen bei.

 Bei folgenden Indikationen empfiehlt sich die BMS:

  • Orthopädische Erkrankungen wie Schulter-, Rücken- und Hüftbeschwerden, Nacken- und Kopfschmerzen, Schädigungen der Bandscheibe, Bandscheibenvorfall, Schmerzen im Bewegungsapparat                                
  • Behandlung nach Schlaganfall und Lähmungen              
  • Mangel an Kondition oder Koordination
  • Muskelverspannungen, Muskelschwäche, Muskelabbau, Muskelschwund
  • Degenerativ rheumatische Erkrankungen               
  • Stoffwechsel- und arterielle Durchblutungsstörungen         
  • Sklerodermie (krankhafte Verhärtung und Schrumpfung von Haut und Bindegewebe)         
  • Narbenbehandlung, Lösen von Verwachsungen, zum Beispiel auch Verwachsungsbauch, Kontrakturen

Die Methode der BMS wird seit 1994 im Sanatorium Winterstein praktiziert. Sie wurde entwickelt von Prof. Dr. habil. Vladimir Nazarov, ehemals selbst Turner im Nationalkader, 1960 "Meister des Sports" der UDSSR im Geräteturnen, 1982 bis 1994 Lehrstuhlinhaber für Biomechanik an der Belorussischen Akademie für Körpererziehung und Sport in Minsk, seit 1970 wissenschaftlicher Betreuer für Biomechanik sowjetischer Auswahlmannschaften bei Olympiaden und Weltmeisterschaften.

Die BMS wirkt unter definierten Bedingungen mit mechanischen Reizen (in Form von Vibratoren) auf die Muskulatur ein. Dies bewirkt einen wesentlich schnelleren Trainingseffekt als herkömmliche Verfahren. Sie wird angewendet auf die angespannte Muskulatur, längs zur Muskelfaser, also in Kontraktionsrichtung, was eine intensive Reizung der Mechanorezeptoren bewirkt. Eine konventionelle Vibrationsmassage dagegen erfolgt senkrecht zur Muskelfaser, bei entspannter Muskulatur, was vorwiegend zu einer Reizung oberflächlicher Hautrezeptoren führt, tiefere Muskelschichten werden nicht erreicht..

Die BMS bedient sich der "Muskelpumpe", um durch eine Abfolge von Längskontraktionen der Muskelspindeln eine Verbesserung der Muskeldurchblutung und der Bluttransportfunktionen zu erreichen. Damit werden eine verbesserte Ernährung des Muskels und ein Muskelzuwachs erzielt. Die Dehnung und Lockerung der Muskelfasern durch die BMS, die Beeinflussung der (längs, in Faserrichtung angeordneten) Mechanorezeptoren, die auch für die Information über die Lage des Körpers im dreidimensionalen Raum zuständig sind, bewirken Signale an das zentrale Nervensystem, welches seinerseits mit Signalen an alle Körperfunktionen reagiert. Erreicht wird eine Verbesserung der Muskelsynergie, der Koordination und der Steuerbarkeit der verschiedenen Muskelgruppen, sowie auch der Synchronisation der Kontraktionselemente im einzelnen Muskel.

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